Montag, 11. April 2011

Nichts hat Bedeutung

Dessen muss sich der Schreiber bewusst sein und zwar in dem Moment, in welchem er schreibt.

Und gerade deswegen muss er Herz und Seele in das Geschriebene hineinlegen – als hätte es alle Bedeutung der Welt. Denn warum sollte er sich ansonsten der Welt anbiedern?

Ja, gut – aus Ruhmsucht, aus Eigenliebe, aus Größenwahn und aus noch tausend anderen Gründen. Also aus Nichtigkeiten heraus.

Nein, nein, das lassen wir alles nicht gelten.

Er muss meinen, dass das von ihm Geschriebene alle Bedeutung der Welt hätte, wissend, dass nichts Bedeutung hat, haben kann, denn über alles streicht die Zeit hinweg, achselzuckend.

Also: er muss schreiben, weil er ein Schreiber ist. Vielleicht ein armseliger? Sei’s drum. Hauptsache, er hat überhaupt (und zeigt!) Seele.

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