Donnerstag, 20. Oktober 2011

Was bleibt, wenn nichts bleibt?

Nichts.

Und doch muss es etwas geben, das geblieben ist.

Denn es war einmal etwas da.

Genau.

Aber das ist es ja gerade: dass es nicht mehr ist.

Nein, nein, wir drehen uns im Kreis. Irgendwas übersehen wir. Verflucht, verflucht, was kann das nur sein?

Ich glaub’, ich hab’s! Es ist der Wunsch. Ja, genau, der Wunsch bleibt. Der Wunsch, dass es etwas hätte geben sollen, das geblieben wäre, wenn nichts mehr da ist.

Hört sich ziemlich bekloppt an, findest du nicht auch?

Ja, schon, ein bisschen. Andererseits: So bekloppt auch wieder nicht. Überleg’ mal: der Wunsch kann nicht verschwinden, weil er in dem Moment, in welchem er sich erfüllt, ja keiner mehr ist.

Okay, okay, lass’ mich darüber mal in aller Ruhe nachdenken.

Selbstverständlich. Lass’ dir Zeit.

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